May von Weinberg (1866-1937)

Tony Sender (1888-1964)

„Frankfurter Frauenzimmer” - eine Spurensuche

Wie alles begann?

Kaum eine Epoche brachte so variantenreich weibliche Lebenswelten ins Bild wie das 18. Jahrhundert, das auch „Jahrhundert der Frauen” genannt wird. So waren auch viele Frankfurterinnen in ihren jeweiligen Lebens- und Arbeitszusammenhängen bemerkenswert aktiv und ambitioniert. Mit 15 spannenden Biografien entstand 2005 eine neue Website und aus der intensiven Erforschung dieser Epoche und der Museumssammlungen 2007 die Ausstellung „Frankfurter Frauenzimmer um 1800”. Weit über 100 Frankfurterinnen wurden vorgestellt und ihre Verdienste - zum Teil erstmalig - gewürdigt.

Der Focus erweitert sich

100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs richtete sich der Focus auf Akteurinnen, die mit großer Überzeugungskraft in politischen Parteien, vor allem jedoch in der Frauenbewegung wesentlich zu gesamtgesellschaftlichen Veränderungen beitrugen. Hartnäckig erkämpften sie sich, trotz wiederholter Niederlagen, die Verbesserung ihrer Rechte, Lebenschancen und Handlungsräume. Als Frauenrechtlerinnen, Unternehmerinnen, Stifterinnen und Künstlerinnen leisteten sie wertvolle Beiträge zur Bürgerkultur ihrer Heimatstadt.

Umbruchszeiten

Berühmte Schriftstellerinnen und Künstlerinnen, wie etwa Sophie von La Roche, Karoline von Günderrode und Bettine Brentano, die als Frauen der Romantik gelten, lebten und wirkten in Frankfurt und hinterließen zahlreiche Dokumente und Werke. Interessant ist, wie jene Zeitzeuginnen die eigene Gegenwart beschrieben und Krisen, Umbrüche und Traditionen reflektierten.


Interessante Links:

Stiftung Archiv der deutschen Frauenbewegung http://www.addf-kassel.de
Das Archiv und Dokumentationszentzentrum FrauenMediaTurm http://www.frauenmediaturm.de
Frauen Biografieforschung FemBio http://www.fembio.org
Stiftung Haus der Geschichte http://www.hdg.de
Archiv Frau und Musik http://www.archiv-frau-musik.de